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Reisebericht: mit dem Eisbrecher zum Nordpol – eine Luxus-Expeditionsreise ins ewige Eis

Vom 11. bis 27. August 2026 ging es mit dem Eisbrecher Le Commandant Charcot auf eine außergewöhnliche Reise ins ewige Eis. Vorbei an der Nordwestküste Spitzbergens nahm das Schiff direkten Kurs nach Norden – mit einem großen Ziel: dem geografischen Nordpol.

 

Schon während der Fahrt wurde deutlich, dass diese Reise etwas ganz Besonderes werden würde. Mehrfach konnten wir Eisbären beobachten – insgesamt drei Sichtungen schon auf dem Hinweg zum Nordpol. Jede einzelne Begegnung sorgte für große Aufregung an Bord. Kapitän Etienne Garcia hätte uns zu wirklich jeder Uhrzeit für diese besonderen Momente geweckt, schließlich war es während der Mitternachtssonne volle 24 Stunden taghell.

Am 15. August war es dann soweit: Unser Kapitän hat seine goldenen Handschuhe ausgepackt, im wahrsten Wortsinn. Wir steuerten direkt drauf zu: Nordpol – 90° N. Dieser besondere Augenblick wurde auf dem Helikopterdeck gebührend gefeiert – mit Champagner und Kaviar. Ebenso eindrucksvoll war, dass wir mitten im arktischen Eis auf einer gigantischen Eisscholle anlegen konnten. Zwei Tage verbrachten wir dort in einer Landschaft, die kaum in Worte zu fassen ist, gefühlt wie auf dem Mond. Spaziergänge über das Eis, Kajaktouren und Wanderungen auf den Eis machten diese Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Anschließend ging es fünf Tage lang durch das Eis zurück in Richtung Spitzbergen. Immer wieder boten sich Gelegenheiten für Zodiac-Ausfahrten und Eisanlandungen. Dabei wechselten sich spektakuläre Eislandschaften mit faszinierenden Begegnungen mit der arktischen Tierwelt ab. Besonders eindrucksvoll war unsere Kajaktour an einem sonnigen Morgen. Das Eis glitzerte im Sonnenlicht und überall herrschte eine unglaubliche Stille.

Weiter Richtung Süden wurden wir früh morgens vom Kapitän geweckt. In der Ferne konnten wir einen Eisbären bei der Jagd beobachten. Ein Moment, bei dem man fast vergaß, dass man sich nicht in einer Dokumentation, sondern tatsächlich selbst dabei und mittendrin in der Arktis befand.

Unser erstes Ziel in Spitzbergen war Kvitøya, die „Weiße Insel“ im Nordosten des Archipels. Die unbewohnte Insel erkundeten wir mit den Zodiacs entlang ihrer Küste. Dabei entdeckten wir Walrösser im Wasser und sogar zwei ruhende Eisbären. Nach einiger Zeit standen die beiden Tiere auf und sorgten damit für einen weiteren ganz besonderen Moment.

 

Auch in den folgenden Tagen gab es zahlreiche Zodiac-Ausfahrten und Anlandungen. Besonders beeindruckend war die etwa 180 Kilometer lange Gletscherfront Bråsvellbreen, die als die größte der Nordhalbkugel gilt. Gerade als wir mit dem Zodiac aufbrachen, begann der Gletscher zu kalben – und das gleich mehrfach. Gewaltige Eismassen brachen ins Meer und erzeugten eindrucksvolle Wellen. Unser Zodiac-Guide erklärte uns ruhig und professionell, was gerade geschah und worauf wir achten mussten. So konnten wir dieses gewaltige Naturschauspiel aus sicherer Entfernung beobachten.

Eine Hikingtour führte uns auf Torellneset noch weiter durch die faszinierende Landschaft Spitzbergens. Normalerweise sind auf dieser Insel immer Walrösser am Strand anzutreffen, aber genau an diesem Tag waren keine zu sehen. Auch solche kleinen Misserfolge, zeigen den authentischen Expeditionscharakter dieser Reiseform. Am Folgetag hat die Crew kurzfristig umgeplant und an der Landzunge Kapp Lee eine Kolonie von Walrössern entdeckt, sodass wir kurzerhand dort anlanden konnten um die Tiere direkt am Strand aus nächster Nähe, natürlich mit genügend Sicherheitsabstand, bei ihrem Sonnenbad beobachten zu können. Diese imposanten Tiere wiegen im Schnitt rund eine Tonne und die blitzweißen Stoßzähne erreichen bis zu einen Meter Länge – wahre Waffen im Kampf gegen Eisbären, aber auch als Statussymbol in der Herde oder als Werkzeug, um die schweren Körper auf Eisschollen heraufziehen zu können.

 

Die Tierbeobachtungen begleiteten uns während der gesamten Reise. Eines Abends erlebten wir direkt vor dem Schiff ein ganz besonderes Schauspiel: eine große Anzahl Buckelwale hatte sich zum Fressen versammelt. Um die Wale herum schwirrte eine gewaltige Entourage aus unzähligen Möwen, die auf Beifang jagten. Das Schauspiel spielte sich unmittelbar vor dem Schiff ab und war aus allernächster Nähe zu beobachten.

Neben den Buckelwalen konnten wir auch Grönlandwale und Belugas sehen. Bei den Landgängen und Zodiac-Ausfahrten begegneten uns außerdem zahlreiche Vogelarten. Ein besonderes Highlight war die Sichtung der höchst seltenen Elfenbeinmöwe, die sich mit ihrem fast vollständig weißen Gefieder perfekt in die arktische Eislandschaft einpasst. Bei unserem letzten Zodiac-Ausflug wartete noch eine weitere aufregende Überraschung auf uns: Wir konnten Spitzbergen-Rentiere aus nächster Nähe beim Fressen beobachten. Selbst die scheuen Polarfüchse bekamen wir zu Gesicht – wenn auch mit etwas mehr Geduld und einem guten Auge.

Ein weiterer besonderer Bestandteil der Reise war der Einblick in die wissenschaftliche Arbeit an Bord. Das Schiff verfügt über ein eigenes Labor, in dem während jeder Reise sechs Wissenschaftler arbeiten und forschen. Nicht für die Show, sondern echte wissenschaftliche Arbeiten die im Rahmen von Reedereikooperationen mit verschiedenen Universitäten und Meeresorganisationen geführt werden. Bei einem Besuch konnten wir einen Blick hinter die Kulissen werfen und erfahren, wie die arktische Umwelt direkt vor Ort untersucht wird, uns mit den Thesen auseinandersetzen sowie jüngste Ergebnisse erfahren. Damit wurde besonders deutlich, dass die Reise weit mehr als eine außergewöhnliche Kreuzfahrt war. Diese Expedition verband das persönliche Erlebnis der Arktis mit wissenschaftlicher Forschung und der Vermittlung von Wissen über diese einzigartige und empfindliche Naturregion.

Begleitet wurden wir während der gesamten Reise von interessanten Workshops und Vorträgen, unter anderem zu den Themenwelten Fotografie, Tierwelt, der Geschichte Spitzbergens sowie zur Erforschung und Erreichung des Nordpols. Spannende Geschichten und echte Lerneffekte sind da garantiert. Dadurch konnten wir viele unserer Erlebnisse noch besser einordnen und die faszinierende Welt der Arktis mit anderen Augen betrachten.

Polar Plunge 

Die 17 Tage und 4.287 km an Bord der exklusiven Le Commandant Charcot waren geprägt von Eis, Stille, Abenteuer, Wissenschaft und außergewöhnlichen Tierbegegnungen. Der Nordpol, der Aufenthalt auf einer riesigen Eisscholle, Entdecker-Kajakfahrten durch die arktische Landschaft, kalbende Gletscher, Eisbären, Grönlandwale, Buckelwale, ein Schwarm Belugas, Walrosse, Rentiere und Polarfüchse – die Vielfalt der Erlebnisse war überwältigend.
Auch kulinarisch war die Reise ein besonderes Erlebnis. Die hervorragende französische Küche mit ihren abwechslungsreichen und liebevoll zubereiteten Gerichten hat uns jeden Tag aufs Neue begeistert. Dazu kam die ausgesprochen herzliche und familiäre Atmosphäre an Bord. Die Crew war jederzeit aufmerksam, freundlich und hilfsbereit und vermittelte uns das Gefühl, nicht einfach Gäste, sondern Teil einer großen Expeditionsfamilie zu sein. Die persönliche und professionelle Betreuung trug ganz wesentlich dazu bei, dass wir uns während der gesamten Reise rundum wohl und bestens aufgehoben fühlten.

Die Le Commandant Charcot ist damit der wohl einzige echte 5-Sterne Eisbrecher der Welt, denn sie verfügt nicht wie andere Expeditionsschiffe „nur“ über die nötige Eisklasse, sondern kann sich ihren Weg selbst mitten durch das dickste Eis selbst bahnen. Die Le Commandant Charcot ist das einzige Passagierschiff, mit dem man den Nordpol erreichen kann. Nirgendwo sonst finden Sie eine so elegante Symbiose aus höchster Qualität in allen Bereichen mit einmaligen Expeditionserlebnissen am Ende der Welt. Wussten Sie, dass am Nordpol bisher weniger Menschen standen, als auf dem Gipfel des Mount Everest?

Ich erinnere mich an eine unfassbar schöne Reise voller einzigartiger Momente, die mir ewig in Erinnerung bleiben wird. Ich wusste nie, welches Naturerlebnis als nächstes auf mich warten würde. Wenn Sie auch ein solches Abenteuer erleben wollen, sprechen Sie mich doch einfach direkt bei VISTA TRAVEL an.

Ihre Ute Steinhorst

 

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